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Nexoro

Begriffe kurz erklärt

Die Vokabeln, die in Angeboten, Rechnungen und Schnittstellen vorkommen — ohne Marketing-Sprech.

Grundbegriffe

ERP
Enterprise Resource Planning. Software, die die betrieblichen Ressourcen eines Unternehmens in einem System führt — Aufträge, Lager, Einkauf, Rechnungswesen und Personal, statt jeweils ein eigenes Programm dafür.
CRM
Customer Relationship Management. Die Verwaltung von Kontakten, Interessenten und Kunden samt der gesamten Kommunikation mit ihnen — wer wann was gesagt hat, und was daraus geworden ist.
Auftragsabwicklung
Der Weg eines Auftrags von der Anfrage über Angebot, Ausführung und Lieferung bis zur Rechnung. In einer Software bildet sich dieser Weg als Abfolge von Status ab.
Mandantenfähigkeit
Die Fähigkeit einer Software, mehrere Kunden getrennt voneinander zu betreiben. Die Trennung kann logisch erfolgen (gemeinsame Tabellen mit einer Mandantenspalte) oder physisch, mit einer eigenen Datenbank je Kunde.
White-Label
Der Betrieb einer Software unter fremdem Namen und Erscheinungsbild — eigenes Logo, eigene Farben, eigene Domain und auf Wunsch ein eigener Produktname.

Belege & Abwicklung

Angebot
Ein verbindliches Preisangebot an einen Kunden, meist mit Gültigkeitsdatum. Nimmt der Kunde an, wird daraus ein Auftrag.
Auftragsbestätigung
Die schriftliche Bestätigung, dass ein Auftrag zustande gekommen ist, mit dem vereinbarten Umfang und Preis. Sie hält fest, was tatsächlich beauftragt wurde.
Lieferschein
Der Beleg, der eine Warenübergabe dokumentiert. Er nennt die gelieferten Positionen und Mengen, aber keine Preise.
Servicebericht
Die Dokumentation einer erbrachten Leistung vor Ort — was gemacht wurde, wie lange es gedauert hat und welches Material verbraucht wurde. Häufig vom Kunden gegengezeichnet.
Kalkulation
Die Ermittlung des Verkaufspreises aus den Selbstkosten plus Aufschlag. Sie zeigt, welche Marge in einer Position tatsächlich steckt.
Mahnwesen
Der gestufte Prozess, mit dem offene Rechnungen eingefordert werden — von der Zahlungserinnerung über förmliche Mahnstufen bis zu Mahnspesen und Verzugszinsen.

Steuern & Recht

UID-Nummer
Die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer, mit der ein Unternehmen im EU-Binnenmarkt eindeutig identifiziert wird. Sie ist Voraussetzung für steuerfreie innergemeinschaftliche Lieferungen.
Reverse Charge
Die Umkehr der Steuerschuld: Nicht der Leistende, sondern der Leistungsempfänger schuldet die Umsatzsteuer. Die Rechnung wird ohne Umsatzsteuer ausgestellt und muss darauf hinweisen.
Kleinunternehmerregelung
Eine Befreiung von der Umsatzsteuer für Unternehmen unterhalb einer Umsatzgrenze. Rechnungen werden ohne Umsatzsteuer gestellt, im Gegenzug entfällt der Vorsteuerabzug.
Innergemeinschaftliche Lieferung
Eine Warenlieferung an ein Unternehmen in einem anderen EU-Mitgliedstaat. Sie ist unter bestimmten Voraussetzungen umsatzsteuerfrei, unter anderem bei gültiger UID des Empfängers.
DSGVO
Die Datenschutz-Grundverordnung der EU. Sie regelt, unter welchen Bedingungen personenbezogene Daten verarbeitet werden dürfen und welche Rechte betroffene Personen haben.
Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV)
Der nach Art. 28 DSGVO vorgeschriebene Vertrag zwischen Verantwortlichem und Auftragsverarbeiter. Er legt Gegenstand, Dauer, Art und Zweck der Verarbeitung sowie die technischen und organisatorischen Maßnahmen fest.

Technik

REST-API
Eine Programmierschnittstelle, über die andere Systeme Daten lesen und schreiben können — per HTTP, üblicherweise im JSON-Format. Sie ist der Weg, eine Software an eine andere anzubinden.
Idempotenz
Die Eigenschaft, dass ein wiederholter Aufruf dasselbe Ergebnis liefert wie der erste. Bei Schnittstellen verhindert sie, dass ein nach einem Netzwerkfehler wiederholter Aufruf einen Datensatz ein zweites Mal anlegt.
DATANORM
Ein im deutschsprachigen Raum verbreitetes Austauschformat für Artikelstammdaten zwischen Großhandel und Handwerk. Es liefert Artikelnummern, Bezeichnungen, Preise und Rabattgruppen in einer einheitlichen Struktur.
GTIN / EAN
Die weltweit eindeutige Artikelnummer hinter einem Barcode. GTIN ist die aktuelle Bezeichnung, EAN die frühere europäische.
SKU
Stock Keeping Unit — die betriebsinterne Artikelnummer. Anders als die GTIN wird sie vom Unternehmen selbst vergeben und muss nur intern eindeutig sein.
Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA)
Eine Anmeldung, die neben dem Passwort einen zweiten Nachweis verlangt — etwa einen zeitlich begrenzten Code aus einer App. Ein gestohlenes Passwort allein genügt dann nicht mehr.

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